
Morgens in der Bucht · Vrboska
Aktivitäten
Die meisten Tage entscheiden sich hier morgens beim Kaffee. Diese Seite sortiert, was von Vrboska aus geht – zuerst das, was keinen Plan braucht, dann das, was ein Rad, ein Boot oder einen halben Tag kostet. Wo die Orte liegen, steht auf „Umgebung"; Wege, Zeiten und die Badestellen auf „Lage & Anreise".
Auf einen Blick
- Baden, Schnorcheln, SUP und Kajak – ohne Anfahrt
- Rad durch die Ebene von Stari Grad – die flache Strecke der Insel
- Bootstag ab der Marina im Ort
- Wein, Konoba – und zwei Dinge im Ort selbst
OHNE PLAN
Was ohne alles geht
Die meisten Tage brauchen hier nicht mehr als ein Handtuch.
Vlaška liegt unterhalb der Unterkunft, und wer weiter will, geht am Ufer entlang bis Soline. An den Felsen von Ploče ist das Wasser klar genug fürs Schnorcheln – Maske und Flossen sind das ganze Gepäck. SUP und Kajak gibt es im Ort zu leihen; die Bucht ist lang, schmal und windgeschützt. Man paddelt sie einmal aus und hat den Ort von der Wasserseite gesehen, mit den Steinhäusern direkt über der Wasserlinie.

Und dann der Abend, der keine Unternehmung ist: über die Brücken auf die andere Seite, einmal um das Hafenbecken, an den Booten vorbei bis zur Marina und zurück. Eine Viertelstunde, wenn man nicht stehen bleibt. Man bleibt stehen.
Aufs Wasser
Ein Boot für den Tag
Die Marina liegt am südlichen Ende des Hafenbeckens, ein paar Minuten zu Fuß – eine der größeren der Insel. Ein Boot für einen Tag lässt sich hier organisieren, mit Skipper oder ohne, und für eine Gruppe ist das der Ausflug, der sich am wenigsten nach Organisation anfühlt: ablegen, eine Bucht suchen, an der keine Straße endet.
Der große Bogen ist Bol auf Brač – die Nachbarinsel liegt bei klarem Wetter den ganzen Tag gegenüber. Kleiner und näher: die unbewohnten Inselchen vor der Nordküste, im Sommer per Taxiboot ab den Nachbarhäfen. Zu den Pakleni-Inseln fährt man ab Hvar-Stadt; die stehen auf „Umgebung".

MIT DEM RAD
Durch die Ebene
Die einzige flache Strecke der Insel fängt hinter dem Ort an.
Räder gibt es im Ort. Von Vrboska aus rollt man ohne Steigung in die Ebene von Stari Grad hinein – das griechische Parzellenraster, seit zweitausendvierhundert Jahren in Gebrauch: Trockenmauern, Weinberge, Olivenhaine, dazwischen Steinhütten als Unterstand. Bis Stari Grad und zurück ist ein Vormittag, mit Pause in der Stadt ein Tag.
Alles, was aus der Ebene herausführt, geht bergauf: die Insel ist ein Rücken mit zwei Küsten. Wer das mag, findet Strecken für die ganze Woche – wer es flach will, bleibt zwischen Vrboska und Stari Grad.

ZU FUSS
Wege mit Aussicht
Drei Wege, die sich lohnen: einer für den Vormittag, einer für den halben Tag, einer für Leute, die Menschenleere suchen.
Purkin Kuk Über Stari Grad liegt eine der größten vorgeschichtlichen Fluchtburgen der Insel. Der Weg beginnt am Stadtpark und steigt gleichmäßig an; oben hat man die Bucht und die ganze Ebene auf einmal im Blick – die beste Erklärung dafür, warum diese Felder so aussehen, wie sie aussehen.
Sveti Nikola Der höchste Punkt der Insel, 628 Meter, mit einer Kapelle aus dem 15. Jahrhundert und einem Steinkreuz. Der Aufstieg beginnt ebenfalls bei Stari Grad und ist ein halber Tag – nichts für den heißen Nachmittag, viel für einen klaren Morgen.
Kabal Die Halbinsel nordwestlich von Stari Grad: unbefestigte Wege, eine Bucht nach der anderen, Blick auf Brač – und kaum Schatten. Der Weg für einen Tag, an dem man niemandem begegnen will.
Die Wanderwege der Insel sind rot-weiß markiert, Karten gibt es in der Touristeninformation. Für die längeren Touren früh los und Wasser mitnehmen: auf dem Inselrücken gibt es keine Quelle und kaum Schatten.
WEIN & TISCH
Was auf den Tisch kommt
Hvar ist eine Weininsel – und das Essen an der Nordküste kommt aus dem Wasser.
Der Wein der Insel heißt vor allem Plavac Mali, und Weingüter mit Verkostungen gibt es über die ganze Insel verteilt. Ein Nachmittag dort ist die ruhige Variante des Ausflugs: keine Öffnungszeiten im Kopf, ein Tisch im Schatten, und jemand, der erklärt, warum der Wein von diesem Hang anders schmeckt. Wo die Weinbaugebiete liegen, steht auf „Umgebung".
Im Ort selbst liegen die Konobas am Ufer, und das Gericht der Nordküste ist Gregada: Fisch mit Kartoffeln, langsam geschmort, dazu ein Wein von der Insel. Fragt danach – auf der Karte steht es nicht immer.
Zwei Dinge im Ort
Für einen Vormittag, an dem es zu heiß ist


Über dem Hafenbecken steht die Festungskirche Sv. Marija. Nach dem Angriff von 1571 wurde die Marienkirche wehrhaft ausgebaut – die einzige Wehrkirche des Archipels, von außen fast fensterlos, mit zwei Türmen. Innen ist sie karg; der Grund hinaufzusteigen ist die Aussicht vom Turm: die Bucht, der Kanal, die Brücken und dahinter die Kiefern.
Ein paar Schritte weiter das Fischereimuseum. Netze, Werkzeug, Fotos aus der Zeit, als hier eine Sardinenfabrik stand und Boote aus Holz gebaut wurden. Eine halbe Stunde, nicht mehr – aber danach versteht man, warum der Ort so gebaut ist, wie er gebaut ist.
PRAKTISCHES
Bevor ihr losgeht
- Verleih Rad, SUP und Kajak im Ort; außerhalb der Hauptsaison ist die Auswahl kleiner
- Boot ab der Marina im Ort, mit oder ohne Skipper – in der Hochsaison ein paar Tage vorher fragen
- Saison Taxiboote, Verleih und Verkostungen vor allem im Sommer; im Frühjahr und Herbst nach Absprache
- Tageszeit Touren ins Inselinnere am Morgen; der Nachmittag gehört dem Wasser und dem Schatten
Für eine Gruppe
Das Praktische an der Lage ist, dass sich der Tag nicht auf eine Unternehmung einigen muss: die einen bleiben am Wasser, die anderen nehmen die Räder in die Ebene, und am Abend sitzt man zusammen am Ufer. Der einzige Tag, für den es Absprache braucht, ist der Bootstag – und der lohnt sich genau deshalb.
Am Ende sind es die kurzen Wege: baden, paddeln, ein Vormittag in der Ebene – und der Abend beginnt wieder auf der Brücke.
Gut zu wissen
Verleih, Bootsausflüge, Verkostungen und Museumszeiten wechseln mit der Saison; alle Angaben hier sind Richtwerte ohne Gewähr. Schreibt uns vorher, was ihr vorhabt – wir sagen euch, wen wir im Ort empfehlen und was sich in der Woche lohnt.
Wo die Orte liegen, steht auf „Umgebung". Freie Zeiträume seht ihr im Kalender. Für Fragen oder eine Anfrage nutzt ihr das Formular.


